Ford gewinnt nach 46 Jahren wieder in Sebring

von Kowalski | am 18 Mrz 2014

Lange mussten Ford-Enthusiasten auf Erfolge wie in den späten 60igern durch den glorreichen GT 40 warten. Das sollte sich nun ändern, als an diesem Wochenende auf den Sebring International Raceway in Florida, nach dem dort ausgetragenen 12-Stunden-Rennen, wieder ein Ford auf dem höchsten Treppchen stand. Im letzten Jahr vorgestellt und seit Daytona noch feinjustiert, scheint der neue EcoBoost 3.5 Liter V6 eine zuverlässige und starke Kraftquelle zu sein. So tauschte der Rennstall Chip Ganassi nach erfolgreichen Testfahrten im letzten Jahr seinen Motorenlieferant BMW gegen Ford aus. Die Ford Motor Company entwickelt seit einigen Jahren die EcoBoost Motorenbaureihe in erster Linie um in Großserienmodellen Leistung mit Wirtschaftlichkeit kombinieren zu können. In der Zwischenzeit sind die Motoren schon häufiger international ausgezeichnet worden und markieren gegenüber anderen Motorenbauern hohe Effizienz und Standfestigkeit. Gerade diese Standfestigkeit wird von konservativen Käufern immer wieder bezweifelt. Unberechtigt wie der Einsatz im Rennsport und in der Serie bisher gezeigt hat. Die mittlerweile am häufigsten georderte Motorenbaureihe im Ford Bestseller F-150 ist der 3.5-Liter EcoBoost V6. Im harten Dauereinsatz haben auch schon kleinere Maschinen wie der 2.0-Liter 4-Zylinder oder gar der 1.0-Liter 3-Zylinder längst ihre Standfestigkeit bewiesen, trotz hoher Drehzahl, Doppelturboaufladung und variablen Ventilsteuerzeiten.

In Sebring lief alles nach Plan als vor der letzten Gelb-Phase die Teams noch einmal Treibstoff fassen konnten um dann im Finish die Nase über die Ziellinie zu bringen. Die Mechaniker-Teams gaben alles um die Maschinen und das Auto fit zu halten.  So war dann auch der Vize Präsident für die globale Produktentwicklung von Ford, Ray Nair sehr zufrieden als er bemerkte: „Ein großer Tag für uns. Der erste Sieg seit 1969 hier und der erste Sieg mit Chip Ganassi und das im zweiten Rennen mit der neuen Maschine. Besser konnte es nicht laufen“.

Auch der Direktor von Ford Racing, Jamie Allison freute sich über den Sieg und den Einsatz des fast seriennahen Triebwerks im Riley. „Wir haben bei Ford die Triebwerke für den Erfolg, hier bei den 12 Stunden von Sebring und sicher auch noch für andere wichtige Rennen. Es ist einfach ein gutes Gefühl für all die Anstrengungen belohnt zu werden. Die Realität ist, ich bin stolz auf das, was unser Unternehmen getan hat, um diesen Erfolg zu verwirklichen. Stolz auf die Teams und unseren Partner, alle zusammen wieder bei der Ford Motor Company“.

FINALE ERGEBNISSE

P1 – Nr. 01 Telcel Ford EcoBoost Riley

(Scott Pruett / Memo Rojas / Marino Franchitti )

P6 – Nr. 02 Comfort Revolution / Big Machine Records Ford EcoBoost Riley

(Scott Dixon / Tony Kanaan / Sage Karam )

P9- Nr. 60 Need For Speed ​​Ford Ecoboost / Riley

( Ozz Negri / John Pew / Justin Wilson)


Themen: Allgemein

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