Bergcruiser

von Kowalski | am 18 Sep 2017

Das Allgäu. Unendliche Weiten und verschlungene Pfade. Schmale Sträßchen und steil abfallende Hänge. Die Weiten gehen in Ordnung, der Rest ist nur bedingt das Habitat unseres Autos – dem Mustang. Insbesondere wenn die Wege feucht bis nass sind. Für diese Einsatzgebiete verbieten sich nach meinen aktuellen Erfahrungen schwere Füße, welche sich wenig sensibel ins Bodenblech stemmen.

Unter kundiger Bergführung, mobilisiert mit einem Focus ST (pssst…, Diesel, pssst, Kombi) nahmen wir einige dieser landschaftlich herrlichen Strecken unter die Pneus. Zwei Dinge dabei aber passen einfach nicht ins Allgäu. Die ziemlich harte Pirelli-Bereifung und zu viel ungezügelte Kraft auf der Hinterachse. Wohl wissend den ST nicht zu unterschätzen, verabschiedete ich mich mutig von allen Helferlein, um bei meiner ST-Jagd nicht allzu früh eingebremst zu werden. Keine gute Idee.

Der Mustang verlor bereits in der ersten schnellen Kehre die Haftung auf der Hinterachse und tanzte aus der Reihe. Gas weg, ST weg. Neuer Versuch. Gibt die Straße Haftung, kommt der Mustang schon recht eindrucksvoll den Berg hoch. Das funktioniert allerdings nur auf halbwegs geraden Passagen der Strecke. Hier oben wirkt der Mustang einfach schwerfällig und muss den starken Fronttriebler ziehen lassen. Mag sein, dass ein erhöhter Einsatz eines Profis und bessere Reifen den ST mindestens in Sichtweite gehalten hätte, doch wir haben mehr als die doppelte Motorpower. Bringt auf solchen Straßen leider gar nichts. Viel PS, die sich hier oben im günstigsten Fall nur verflüchtigen. Abflüge von der Strecke wollte ich nicht riskieren. Die Helferlein wurden daher wieder aktiviert um doch besser die Aussichten zu genießen. Cruisen eben. Das kann der Mustang.


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