Ladeinfrastruktur bleibt noch immer hinter den Erwartungen zurück

von Kowalski | am 14 Apr 2021

 

So ziemlich alle Autohersteller bemühen sich aktuell die eMobilität kräftig anzuschieben. Milliarden Eurobeträge werden investiert. Elon Musk schwitzt sich im Angesicht des enormen zeitlichen Drucks seinen Konzern endlich auch mal in die Auto-Gewinnzone zu manövrieren, die Shirts durch.

 

Die BV-Zulassungszahlen gehen steil nach oben. Eine Mehrzahl der Verbraucher wäre bereit umzusteigen oder mindestens einen Stromer im Fuhrpark aufzunehmen. Leider existiert noch immer ein nervendes Problem, ohne das eine noch deutlich höhere Zulassungszahl möglich wäre. Die Ladeinfrastruktur.

 

Eine von OC & C Strategy Consultants durchgeführte Studie offenbarte eine gestiegene Akzeptanz gegenüber den BV’s über eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur. Die Sorge eventuell mit dem Stromer liegen zu bleiben kann nur über Lademöglichkeiten, quasi an jeder Ecke, ausgeschaltet werden. Genau aber da liegt Hauptproblem. Noch immer sind daher ganz enorme Anstrengungen von Industrie und Herstellern nötig, damit die gewünschte Mobilitäts-Sicherheit geboten werden kann.

 

Außer dem kostenlosen Zugang zum IONITY Schnell-Ladenetz erhalten Ford-Kunden für das erste Jahr zusätzlich einen ermäßigten Tarif: Anstelle des Normalpreises in Höhe von 0,79 Euro/kWh zahlen sie lediglich 0,31 Euro pro kWh. Dies gilt für alle Kunden, die ihren elektrifizierten Ford an einem IONITY-Ladepunkt in Deutschland „betanken“.

 

Ein besonders praktisches Feature des Mustang Mach-E stellt die Funktion „Intelligent Range“ dar. Sie ist mit dem bordeigenen Navigationssystem vernetzt und ermöglicht eine präzise Berechnung des aktuellen Aktionsradius. Dabei bezieht das System sowohl das vorausgegangene Fahrerverhalten als auch externe Faktoren wie zum Beispiel die Wetterprognose mit ein. Das Navigationssystem lotst auf der schnellsten Route zum Ziel und nutzt hierzu Echtzeit-Verkehrsdaten von TomTom. Alternativ kann der Fahrer mithilfe der integrierten, Cloudbasierten Garmin-Routenführung auch die effizienteste Streckenführung auswählen.

 

Die neueste, vierte Generation des Kommunikations- und Entertainmentsystems Ford SYNC bietet zudem die Möglichkeit, Fahrten im Voraus am Smartphone zu planen und die Route anschließend via FordPass-App an das Fahrzeug zu übermitteln. Last but not least schlägt Ford SYNC passende Ladestationen entlang der Route vor. Dabei informiert es in Echtzeit sowohl über die aktuellen Strompreise als auch die Verfügbarkeit der jeweiligen Ladesäulen.

 

„Intelligent Range“ nutzt die Cloud-Anbindung auch, um den voraussichtlichen Energieverbrauch bei künftigen Fahrten zu evaluieren. Hinzu kommt: Crowdsourcing-Daten von anderen vernetzten Ford-Elektrofahrzeugen können die Genauigkeit der Reichweiten-Prognose erheblich verbessern, sofern deren Besitzer der Übermittlung von Fahrdaten zugestimmt haben.

 

Diese Bemühungen müssen allerdings auch durch den Gesetzgeber sinnvoll flankiert werden. Der Strompreis an der Ladetanke muss dauerhaft günstig werden. Schon heute ist der Ladepreis über Sondergebühren im Tarifdickicht mit teils über einem Euro pro kWh teurer als ein in der gleichen Fahrzeugklasse fahrender Euro6-Diesel oder aktuelle Benziner.

 

Auch die Strafverteuerung fossiler Energieträger kann kein Mittel sein, den mittelfristigen Umstieg auf die eMobilität zu befeuern. Bereits heute stöhnen vor allem junge Familien über gestiegene Preise der fossiler Energieträger. Diese Verbrauchergruppe wird es auch angesichts der aktuellen Einkommensprobleme nicht schaffen, für den Umstieg auf ein Stromer-Familienauto 40 bis 50.000 Euro bezahlen zu können.

 


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