Ford on Fire

von Kowalski | am 25 Jul 2016

Rennwochenende auf dem Nürburgring. Schon das Interview mit dem Ford GT-Rennfahrer Dirk Müller ließ meine Erwartungen leicht dämpfen. Der Nürburgring würde im Vergleich zu Le Mans eine komplett andere Abstimmung des GT vonnöten machen. Obwohl diese Aufgabe von allen beteiligten der Chip Ganassi Crew sehr gut gelöst werden konnte, spielte Ferrari und Aston Martin ihre deutlich längeren Erfahrungen auf der Strecke gnadenlos aus.

Aston Martin haben schon kurz hinter den ausgestorbenen Mamuts hier angefangen ihre Autos um die Nürburg zu prügeln. Hier wurden alle Sportwagen getestet. Motoren und Fahrwerke für die Serie abgestimmt. Im Gegensatz zu Ford, die mit dem GT hier ihr Debüt gaben, ist Aston Martin auf dem Rundkurs quasi zuhause. Ferrari konnte ebenfalls alle Kräfte bündeln, um auf dem Nürburgring die Revanche für Le Mans zu erhalten.

Ford von Platz zwei aus gestartet hatte sogar kurzeitig die Führung übernehmen können, bekam aber direkt am Anfang hohen Druck von dem folgenden Aston Martin. Die Autos waren auf den Geraden schneller als der Ford GT und in den Kurven sehr stark abgestimmt. Ferrari fuhr ebenfalls einen sicheren und sehr flotten Stiefel und platzierte sich rasch auf den vorderen Plätzen.

https://youtu.be/yqx_aGl9wwY

Video zum Feuer während des Pit Stop.

Ziemlich heiß wurde es dann etwas später der #67 während eines Tankvorgangs. Austretender Kraftstoff auf der gegenüberliegenden Seite der Einfüllung entzündete sich und sorgte für ein paar Schrecksekunden. Glücklicher Weise verletzte sich bei diesem Unglück keiner der umstehenden Crewmitglieder. Allerdings musste nun das Auto auf Schäden untersucht werden und blieb für 20 Minuten in der Box. Damit hatte die #67 Chancen auf das Siegertreppchen in Rauch aufgehen lassen. Eine leichte Beschädigung des Turbos durch das Feuer und Reifenprobleme, verursacht durch eine harte Aufholjagd sorgten ebenfalls für Zeitverluste. Blieb die #66, die über weite Teile des Rennens einen sehr guten Lauf hatte und 25 Minuten vor der Zielflagge an sicherer dritter Position gelegen hatte. Leider machte dann eine Zeitstrafe den bereits in Aussicht liegenden Platz zunichte. Stefan Mücke hatte seinen Gurt vor dem Stillstand seines Fahrzeugs im Pit gelöst.

So bleibt dem starken Team die gesammelte Erfahrung und die Kühlung der Brandblasen bis zum 3. September. In Mexico startet dann die fünfte Runde des WEC-Wettbewerbs.


Themen: Allgemein, Ford GT

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