Kampf um Herstellertitel bereits verloren

von Kowalski | am 6 Nov 2017


Ford gewinnt zwar mit dem Ford GT in Shanghai, doch Ferrari sichert sich vorzeitig den Herstellertitel. Hohe Erwartungen an das letzte Rennen in Bahrain.

In der letzten Woche freute sich der Ford-Motorsport noch über Fahrer und Herstellerweltmeisterschaft im Rallyesport.

https://media.ford.com/content/fordmedia/feu/de/de/news/2017/10/29/der-von-m-sport-entwickelte-ford-fiesta-wrc-ist-der-rallye-weltm.html

M-Sport hatte sich diese Meisterschaft wirklich hart erarbeitet. Der erfolgreiche Rennstall um http://blackmustangclub.de/?p=6544 Malcolm Wilson hatte bewiesen, auch als reiner Privatier mit einem im Vergleich zu den Mitbewerbern, schmalen Geldbeutel, die WRC für sich entscheiden zu können. Nicht zu allen Zeitpunkten in den vergangenen Jahren durfte der Rallyefan mit einem solchen Ergebnis rechnen. Final gingen jetzt alle Rechnungen für M-Sport auf, auch ohne Werksunterstützung von Ford. Ob sich in der kommenden Saison daran aufgrund des M-Sport Erfolges wieder etwas ändern wird, bleibt zu diesem Zeitpunkt reine Spekulation.

Anders sieht es da in der WEC aus. Die Ford GT laufen seit 2016 selbstverständlich werksunterstützt. Für ein komplett neues Auto in diesem besonders teuren Zirkus, konnte der Ford GT in 2016 achtungsvolle Erfolge erzielen. Le Mans, Shanghai seien hier genannt. In diesem Jahr sah das leider anders aus. Die hohen Erwartungen an die Saison 2017 konnten, trotz des Sieges aktuell in Shanghai, bisher nicht erfüllt werden. Sicherlich spielt die BoP-Regelung eine gewichtige Rolle, doch sie alleine für die bereits zum zweiten Mal gegen Ferrari verlorene Markenmeisterschaft verantwortlich zu machen, wäre sicherlich nicht richtig. Selbst schon länger laufende Autos wie Aston Martin oder die zähen Corvetten verhagelten dem Supersportwagen Ford GT so manchen Wettbewerb. Dabei existieren noch ganz andere Kaliber in der Kraftmessung. Ferrari und der hervorragend laufende Porsche 911 RSR sorgten immer wieder für lange Gesichter unter den Verantwortlichen im Chip Ganassi Team. Die Abberufung des Ford Performance Sportchefs Dave Pericak lässt weitere Veränderungen vermuten. Der Konzern macht Druck im Hinblick auf die finanziellen Herausforderungen, die es in den unterschiedlichsten Bereichen zu bewältigen gilt. Die Gewichtung strategischer Ausrichtungen im Hause Ford, könnte sich zu Ungunsten des Motorsports verschieben.

Der letzte Lauf in dieser Saison in Bahrain ist für Ford nicht ohne Druck. Schließlich möchte man nun mindestens die Fahrerwertung für sich und Dave Pericak entscheiden.


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