Jump Start

von Kowalski | am 1 Apr 2018

Saisonkennzeichen? Bisher eigentlich kein Thema. Im vorletzten Jahr noch viel Geld für Winterreifen über die Ladentheke geschoben, um völlig selbstverständlich, auch in den Wintermonaten damit sicher über verschneite Straßen fahren zu können. Allerdings nur wirklich sehr wenige Kilometer, weil der Mustang schlicht kein Daily ist. Letztendlich war er mir für kurze Einsätze zu teuer, zu schade. Anfang Oktober daher gestriegelt in die Garage, abgeschlossen, au revoir.

Als unerfahrener Saisonfahrer hatte ich leider nicht an die Batterie gedacht und auch nicht an die Dauerverbraucher eines modernen Autos.

Bereits anlässlich Neujahr 2018 wollte ich dem Mustang ein „Frohes Neues“ wünschen, da war seine Batterie schon tot, mausetot. Ich gelangte noch nicht einmal ins Auto, geschweige konnte ich die Motorhaube öffnen um die Batterie an ein Ladegerät anzuschließen. Tiefschlaf. Jetzt wecken, wofür? Das gemeinsame Warten auf die ersten Aprilscherze war nun unsere Deadline.

Immerhin beschäftigte ich mich bereits am 31. März zunächst einmal damit, das Lenkrad wieder in die Hand zu nehmen. Einfach. Im Funkschlüssel existiert eine Hardcopy des Keyless Systems. Damit wird auf der Fahrerseite, an der rechten Seite unterhalb des Türgriffs, eine Schutzkappe mit Druckpunkt, mittels Schieben nach rechts, entfernt. Sichtbar wird nun ein wahrhaftiges Türschloss. Mit Hilfe der Hardcopy wird damit die Tür aufgeschlossen. Klingt einfach, ist es auch.

Nach sechs Monaten befand ich mich nun wieder im Innenraum meines Mustangs. Eine Art Mondlandung. Von hier aus konnte ich nun die Haube öffnen, um die Abdeckung der Batterie zu entfernen. Das geschah über das Herausdrehen von drei Kunststoffsicherungen.

Jetzt könnte man das Auto mittels Starthilfekabel zum Leben erwecken. Das erschien mir jedoch zu umständlich, auch ein wenig zu Oldschool, außerdem konnte ich zuerst nicht sagen wie tot die Batterie nun wirklich war. In meinem Fall unter 1% Ladung. Daher entschied ich mich für die Anschaffung einer PowerBank von Beatit. Das Kraftpaket kann Smartphones, Tablets und Kameras aufladen aber auch große Verbrenner aus den Träumen reißen. Dabei ist der smarte Freund handlich, schafft bis zu 25 Starthilfen und kann während der Fahrt sogar über das Auto-Bordnetz schnell geladen werden. Der Anschluss an die Batteriepole ist kinderleicht und führte in meinem Fall auch augenblicklich zu der lang vermissten Vitalität meines Autos.

Damit wäre auch meine Saison eröffnet. Jump.


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